Spannendes Derby auf dem Wolfsberg – Roller Bulls entführen Punkte aus Trier (65:80)!
06.02.2010 - RBBL - 14.Spieltag
TRIER. (Quelle: RSC Rollis Trier) Wiedergutmachung wollten die Trier Dolphins nach der schwachen Vorstellung vor Wochenfrist in Hamburg am vergangenen Samstagnachmittag vor eigenem Publikum in der Sporthalle Wolfsberg leisten und dies sollte ihnen auch eindrucksvoll gelingen, wenngleich das Erfolgserlebnis letztendlich etwas unglücklich ausbleiben sollte!
Vor 350 begeistert mitgehenden Zuschauern in einem wahren und bis kurz vor Spielende spannnungsgeladenen, hart umkämpften Derbykrimi, ganz nach dem Wunsch der zahlreichen Anhänger beider Lager, verlangten die ersatzgeschwächt angetretenen Gastgeber den Gästen aus St. Vith alles ab. Letztendlich fehlten den Trierern 2 Minuten zum Happyend. Der Erfolg blieb ihnen verwehrt, was mehrere Gründe haben sollte.
Zum Spiel: Die Dolphins, trotz der Ausfälle von Kapitän Dirk Passiwan und Peter Müller und einem zwar mitspielenden, aber krankheitsbedingt stark angeschlagenen Center Sascha Gergele, zeigten von Beginn der Partie an, zu welchen Leistungen sie auch ohne ihren Frontmann imstande sind. Tolle Ballpassagen, glänzende Anspiele und eine stark verbesserte Defense forderten die Roller Bulls auf ganzer Ebene, schließlich waren die quasi als fast identische belgische Nationalmannschaft vom Kader her besetzten Ostbelgier als Favoriten in die Partie gegangen, dies umso mehr unter den personellen Gegebenheiten der Dolphins.
Die heimischen Fans waren so verwundert und überrascht, denn die Gastgeber waren es, die lange Zeit das Spiel bestimmten. Nach einem 18:13 zur 1. Viertelpause legten die Trierer nach und führten zur Halbzeit völlig überraschend mit 36:27 Korbpunkten. Zwar wurde der Gast nun zunehmend stärker, angetrieben von einem starken Center Juan Bernal und Power-Forward Samir Bader holten sie zwar Punkt um Punkt auf, dennoch schafften es die Dolphins, das Match weiterhin offen zu gestalten. Auch nach dem 3. Spielviertel war über den Sieger der Partie noch keine Entscheidung gefallen, obwohl die Gäste erstmals knapp in Führung lagen (52:54).
Und die Partie sollte im Schlussviertel noch weiter an Brisanz zunehmen. Ständig wechselnde Führungen ließen auch noch zwei Minuten vor Spielende (62:66) alle Optionen für beide Teams offen. Letztendlich sollte sich die dann wohl größere Routine der Gäste und die hohe Foulbelastung der Trierer für den Spielausgang entscheidend auswirken. Als die Dolphins in den letzten zwei Spielminuten alles auf eine Karte setzen wollten, wurden sie eiskalt von den nun routiniert agierenden Roller Bulls ausgekontert, sodass letztendlich auf dem Papier noch eine deutliche Niederlage zu Buche stand!
Nach dem Spiel haderten die Trierer nicht zu Unrecht mit dem Verlauf des Spiels – die Trierer Trainer erkannten zwar neidlos den Sieg der Bulls in diesem Derby an, allerdings fühlten sie sich in entscheidenden Situationen im zweiten Spielabschnitt von den Unparteiischen benachteiligt. Klaus-Peter Thiel: `Bei 27 : 11 Fouls und 28 : 10 Freiwürfe gegen uns, und dass in einem Spiel, das zwar hart umkämpft, aber nie unfair war, fehlte unserer Meinung nach den Unparteiischen die Verhältnismäßigkeit. Diese Nachteile konnten wir so oder gerade in den beiden Schlussminuten nicht mehr kompensieren. Sicher, man verliert ein Spiel stets selbst durch eigene Unzulänglichkeiten und Fehler, ein gerüttelt Maß an Mitverantwortung kann ich in dieser Partie den Unparteiischen nicht nehmen und das sollte eigentlich so nicht sein!`
Im Trierer Team zeigte Basti Quare sein bisher bestes Spiel für das BL-Team (19 Punkte), und auch Publikumsliebling Gift Mooketsi wusste in seiner unnachahmlichen Spielweise stets zu überzeugen (15 Punkte). Mit Sascha Gergele (13) und Viktor Hammerschmidt (10) konnten zudem zwei weitere Trierer zweistellig punkten, was das gestiegene Team-Building untermauert.
Erfreulich auch der Einstand von Erwin Hoffmann, dem Center der RL-Mannschaft, der in seinem ersten Bundesliga-Einsatz gute Akzente setzen konnte.
Trier Dolphins (Aufgebot):
Frank Doesken, Florian Ewertz (n.e.), Sascha Gergele (13), Viktor Hammerschmidt (10), Erwin Hoffmann (4), Edwin Klein (4), Martin Koltes (n.e.), Gift Mooketsi (15), Sebastian Quare (19), Dirk Schmitz und Peter Schwickert
























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