Schwächelnde Trier Dolphins vor schwerem Restprogramm – Samstag kommt der ASV Bonn (15:30 Uhr, Sporthalle Wolfsberg)

Rollstuhlbasketball – 16. Spieltag - Vorschau:

TRIER. (Quelle: RSC Rollis Trier) Bisher spielt Rollstuhlbasketball-Bundesligist Trier Dolphins eine aus ihrer Sicht mehr als unterschiedliche Saison. Nach einer glänzenden Vorrunde horchte die Liga auf, man sprach vom Überraschungsteam der Saison und etablierte sich zeitweise gar auf einem Play-Off-Platz. In der Rückrunde kam es dann allerdings knüppeldick, der Ausfall und eine schwere Operation des an einer chronischen Erkrankung leidenden Topscorers des Teams und der Liga, Nationalspieler Dirk Passiwan, bereits nach dem 1. Rückrunden-Spieltag brachte das Gefüge des Teams durcheinander. Völlig verunsichert präsentierte sich die Mannschaft so vor Wochenfrist, als man gar dem Tabellenletzten in Köln deutlich unterlag. Weitere kurzfristige Erkrankungen mehrerer Leistungsträger in den letzten Wochen und auch wieder unter der Woche ließen ein geregeltes Training schon seit mehr als 3 Wochen nicht mehr zu, die Voraussetzungen für den ewig jungen Klassiker gegen die Gäste vom Rhein sind so alles andere als optimal.

Zudem ist wieder das Abstiegsgespenst in Sichtweite, wenngleich aufgrund der Konstellationen für die restlichen 3 Saison-Spieltage der Normalrunde auch die hinter den Dolphins liegenden Teams aus Hamburg, Osnabrück und Köln in direkten Vergleichen bzw. in Spielen gegen die Großen der Liga, nicht anzunehmen ist, das die Trierer noch gleich von 2 Teams auf die Abstiegsplätze verbannt werden könnten! 

Zwar warten nun in den letzten 3 Spielen der Saison die drei Top-Teams (Bonn, Lahn-Dill und Zwickau) der letzten Saison auf die Dolphins, aber auch hier gilt das Motto von Coach Klaus-Peter Thiel ´Bange machen gilt nicht´, wenngleich die Chancen auf weitere Pluspunkte sehr gering sein dürften! Aber, wenn dies überhaupt möglich ist, dann am ehesten am kommenden Wochenende gegen den 3-fachen, ehemaligen Deutschen Meister aus Bonn. Schon oft in den zurückliegenden Jahren haben sich die beiden Kontrahenten spannende und hochkarätige Partien geliefert. Unvergessen bleibt das höchste Ergebnis der Bundesliga-Geschichte im Jahr 2006, als man sich in Bonn nach dreimaliger Verlängerung mit 104:106 dem Abonnement Play-Off-Kandidaten geschlagen geben musste.

Hauptaugenmerk müssen die Trierer vorrangig auf die Centergarde des Teams von ASV-Coach Martin Otto, den kanadischen Nationalspieler Adam Lancia und den deutschen Nationalspieler Thomas Becker legen.
`Wir wissen, dass die letzten drei Spiele der Saison allesamt sehr schwer für uns werden, aber unsere Mannschaft wird alles geben und wenn was möglich ist, dann wohl am ehesten gegen Bonn! Und gerade zu Hause vor eigenem Publikum haben die Trierer in dieser Saison ihre besten Spiele gezeigt. Wir werden jedenfalls trotz der angespannten Lage auch am Samstag nicht die Punkte kampflos her schenken! Zudem ist jeder Spieler gefordert, seine Leistung abzurufen und sich für die neue Spielzeit anzubieten` ergänzt Dolphins-Manager Otmar Passiwan. 

Und wenn man bei den Dolphins an das Hinspiel  denkt, als man in Bonn eine hohe und schmerzliche Niederlage erlitt, ist Wiedergutmachung und Revanche bei den Trierern angesagt, wenngleich man wohl realistisch gesehen als krasser Aussenseiter in die Partie geht!

Trier Dolphins (Aufgebot):
Doesken, Ewertz, Gergele, Hammerschmidt, Klein, Mooketsi, Müller, Quare, Schmitz und Schwickert

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