Reporter ohne Grenzen

ROG kritisiert Urteil in der "Sachsen-Sumpf"-Affäre

BERLIN. (Quelle: ROG) Foto: © Jan ZappnerFoto: © Jan ZappnerReporter ohne Grenzen (ROG) kritisiert das Urteil im Dresdner Journalistenprozess. Am Freitag, 13. August, hat das Amtsgericht der Stadt die beiden Reporter Thomas Datt und Arndt Ginzel zu 50 Tagessätzen à 50 Euro verurteilt, weil sie sich nach Ansicht des Gerichts der üblen Nachrede schuldig gemacht haben. "Dieses Urteil ist ein Skandal. In vielen Ländern der Welt sind Journalisten willkürlichen Strafverfahren wegen Verleumdung ausgesetzt. Fast immer ist das ein Vorwand, um Pressefreiheit zu unterdrücken. Der Dresdner Prozess zeigt das gleiche Muster: Justizbehörden benutzen das Strafrecht gegen unliebsame Journalisten", sagt ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske. "Im internationalen Vergleich ist die Lage der Pressefreiheit in Deutschland derzeit gut. Das Land ist mit seinem rechtsstaatlichen System Vorbild für viele andere Staaten in der Welt. Die Verurteilung der beiden Reporter könnte diesen Rang nun in Frage stellen", so Rediske weiter.

Ruanda: Journalisten vor Präsidentschaftswahl unter steigendem Druck

BERLIN. (Quelle: ROG) Foto: © ROG.Foto: © ROG.Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl in Ruanda am 9. August geht die Regierung des ostafrikanischen Staates mit massiver Zensur und Repressionen gegen unabhängige Medien vor. Reporter ohne Grenzen (ROG) hat in den vergangenen Wochen schwere Verstöße gegen die Pressefreiheit wie die Schließung von Redaktionen und die Festnahme von Journalisten dokumentiert.

Prozess gegen zwei Journalisten in der "Sachsen-Sumpf"-Affäre

ROG fordert Freispruch

BERLIN. (Quelle: ROG) Im Dresdner Strafverfahren gegen zwei Leipziger Journalisten fordert Reporter ohne Grenzen (ROG) einen klaren Freispruch. "Alles andere wäre ein Skandal", sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske in Berlin. "Eine Verurteilung würde künftige Berichterstattung zu Korruptionsaffären behindern und damit die Pressefreiheit beeinträchtigen."

ROG unterstützt Streik italienischer Journalisten gegen Abhörgesetz

BERLIN. (Quelle: ROG) Reporter ohne Grenzen (ROG) unterstützt den Aufruf italienischer Journalisten zu einem nationalen Streik und Nachrichtenboykott am 9. Juli. Italienische Medienschaffende protestieren damit gegen ein geplantes Gesetz zur Telefonüberwachung. Der Gesetzesentwurf zur Einschränkung von Abhörmaßnahmen stellt einen fundamentalen Eingriff in die Pressefreiheit dar: Die Gesetzesvorlage sieht unter anderem hohe Strafen für die Veröffentlichung von Mitschnitten abgehörter Gespräche vor, die zu Ermittlungszwecken angefertigt wurden.

Reporter ohne Grenzen bei netzwerk recherche-Jahreskonferenz

Gespräche über Presse- und Meinungsfreiheit in Russland, China, Iran, Israel und Haiti

BERLIN. (Quelle: ROG) Reporter ohne Grenzen (ROG) ist Kooperationspartner bei der Jahreskonferenz der Journalistenvereinigung netzwerk recherche (nr) vom 9. bis 10. Juli in Hamburg: Anlässlich der größten Journalistenkonferenz in Deutschland hat ROG Medienschaffende und Korrespondenten aus Russland, China, Iran, Israel und Haiti eingeladen.

Die Gäste werden bei der nr-Tagung im NDR-Konferenzzentrum in Hamburg über ihre Erfahrungen mit Repressionen, Zensur und anderen Beschränkungen einer freien Berichterstattung sprechen. Mitglieder des ROG-Vorstands moderieren die insgesamt fünf Veranstaltungen unter dem Titel "ROG: Grenzgänge":

ROG zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni: Internationaler Schutz für Journalisten auf der Flucht muss dringend verbessert werden

BERLIN. (Quelle: ROG) Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni lenkt Reporter ohne Grenzen (ROG) den Blick auf das ungewisse Schicksal vieler Medienschaffender, die in den vergangenen Monaten aus ihren Heimatländern flüchten mussten. In einem am 18. Juni veröffentlichten ROG-Bericht schildern Journalisten die Gefahren und Schwierigkeiten nach ihrer Flucht aus der Heimat.

In dem neunseitigen Dokument präsentiert ROG auch die eigene Arbeit der Nothilfe-Referate in Paris und Berlin zur Unterstützung von Medienschaffenden in Not und gibt Empfehlungen, wie Regierungen und internationale Organisationen den Schutz von geflüchteten und exilierten Reportern verbessern können.

Der Preis der Meinungsfreiheit

Mehr als 170 Festnahmen von Journalisten und Bloggern im letzten Jahr im Iran

BERLIN. (Quelle: ROG) Foto: © trustedwatch.deFoto: © trustedwatch.deEin Jahr nach der Präsidentschaftswahl am 12. Juni 2009 im Iran zieht Reporter ohne Grenzen (ROG) eine Bilanz der Repressionen gegen Medienschaffende in der islamischen Republik in
den vergangenen Monaten. Das Ausmaß der Unterdrückung und Verfolgung kritischer Stimmen seit dem umstrittenen Wahlsieg Mahmud Ahmadinedschads ist dramatisch: Mehr als 170 Journalisten und Blogger wurden in den vergangenen zwölf Monaten festgenommen, 37 von ihnen sind noch im Gefängnis und mehr als 100 Medienschaffende haben ihre Heimat verlassen.

Israelischer Angriff auf Hilfsflotte: Mindestens 15 Reporter an Bord

ROG fordert Freilassung von festgenommenen Passagieren

BERLIN. (Quelle: ROG) Nach dem Angriff der israelischen Armee auf eine internationale Flotte mit Hilfsgütern am 31. Mai fordert Reporter ohne Grenzen (ROG) die israelischen Behörden auf, die Öffentlichkeit über den Verbleib der Passagiere zu informieren. Festgenommene Passagiere müssen sofort frei gelassen werden.

Zweiter Journalist in Bangkok erschossen

Reporter ohne Grenzen mahnt Schutz für Reporter an

BERLIN. (Quelle: ROG) Reporter ohne Grenzen (ROG) ist bestürzt über den Tod des freien Fotografen Fabi Polenghi am Morgen des 19. Mai in der thailändischen Hauptstadt Bangkok. Der italienische Journalist ist beim Angriff der thailändischen Armee auf die Rothemden von Kugeln getroffen worden. Bei der Militäroffensive wurden außerdem ein niederländischer Reporter und ein US-amerikanischer Dokumentarfilmer verletzt. In den vergangenen Tagen waren bei den Auseinandersetzungen in Bangkoks Innenstadt bereits ein französischer Kameramann sowie zwei thailändische Fotografen verletzt worden.

China: Verstärkte Überwachung der Medien während Shanghaier Expo

BERLIN. (Quelle: ROG) Vor dem deutschen Nationentag am 19. Mai bei der Expo in Shanghai weist Reporter ohne Grenzen (ROG) auf die verschärfte Zensur der Medien in den vergangenen Wochen in China hin. "Kultureller Austausch und wirtschaftliche Aktivitäten setzen Transparenz und einen freien Informationsfluss voraus. Nach wie vor gibt es keine ernst zunehmenden Ansätze einer Liberalisierung in der Volksrepublik, die Journalisten erlauben würde, ihre Schlüsselfunktion bei der Nachrichtenübermittlung wahrzunehmen", kritisiert ROG-Geschäftsführer Christian Rickerts.

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