Erneuerbare Energien

Atomdeal macht Energiekonzept zur Farce

Erneuerbaren-Branche fürchtet Investitionseinbruch

BERLIN. (Quelle: BEE) Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) kritisiert das beschlossene Modell zur Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke scharf. Nun ist die Katze aus dem Sack, die Atommeiler sollen bis zu 14 Jahre länger am Netz bleiben, als im Atomkonsens von 2000 festgelegt. Damit wird das lang angekündigte Energiekonzept der Bundesregierung endgültig zur Farce, urteilt BEE-Präsident Dietmar Schütz. Die Atomlobby habe sich mit ihren dreisten Forderungen auf ganzer Linie durchgesetzt. Mit ihrer Klientelpolitik für die vier großen Stromkonzerne gefährdet Angela Merkel zukunftsweisende Milliardeninvestitionen in Erneuerbare Energien. Das Nachsehen haben alle diejenigen, die ernsthaft an einem zukunftsfähigen Energiesystem arbeiten.“

NABU fordert Festhalten an Brennelementesteuer

Tschimpke: Bundesregierung darf nicht vor Atomkonzernen einknicken

BERLIN. (Quelle: NABU) Der NABU hat die Bundesregierung davor gewarnt, sich von der millionenschweren Anzeigenkampagne der Atomlobby beeinflussen zu lassen. „Wenn die Koalition jetzt die Steuer auf nukleare Brennelemente streicht und die Atomlaufzeiten verlängert, macht sie den Diener vor den Konzernen. Die Marketingmillionen von RWE, Vattenfall und Co. dürfen nicht mehr Einfluss haben als die Überzeugungen der Bevölkerungsmehrheit“, forderte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Am Wochenende hatten zahlreiche Wirtschaftsbosse die Bundesregierung in Zeitungsanzeigen aufgefordert, auf die geplante Brennelementesteuer zu verzichten und die Laufzeiten der Atomkraftwerke (AKW) deutlich zu verlängern.

Energie für die Stadt, Wertschöpfung für die Region

In Bamberg arbeiten Stadt und Landkreis an der gemeinsamen 100-Prozent-Versorgung aus Erneuerbaren Energien

BERLIN. (Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien) Die Stadt und der Landkreis Bamberg sind für ihr Engagement als „Energie-Kommune“ des Monats August 2010 ausgezeichnet worden. Mit diesem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie auf dem Infoportal www.kommunal-erneuerbar.de ausführlich vor.

Stromkonzerne räumen ein: Schneller Atomausstieg ist möglich

Atomkraftgegner ermutigen Konzerne, ihre Abschalt-Drohung endlich in die Tat umzusetzen

HAMBURG. (Quelle: .ausgestrahlt) Zur Spiegel-Meldung über die Ankündigung der Stromkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW, ihre Atomkraftwerke im Falle von Sicherheitsauflagen und Steuerbelastungen sofort abzuschalten, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Der Vorschlag von Eon, RWE, Vattenfall und EnBW zeigt, dass auch aus Sicht der Stromkonzerne die Atomkraftwerke problemlos sofort abgeschaltet werden könnten. Mehr noch: Ein schneller Atomausstieg ist offenbar auch für die Chefs der Konzerne eine reale und zudem ökonomisch sinnvolle Option. Diese Einsicht können wir nur begrüßen.

Ungewohnt freimütig haben die Konzernchefs zudem bestätigt, dass sich Atomkraft nur dann rechnet, wenn es keine relevanten Sicherheitsauflagen für die maroden Uralt-Meiler gibt und es bei den bisherigen großzügigen Steuerbegünstigungen bleibt.

100 Tage Ölkatastrophe: BP macht weiter wie bisher

Greenpeace-Aktivisten protestieren vor Konzernzentrale in Bochum und schließen Londoner Tankstellen

BOCHUM/LONDON. (Quelle: Greenpeace) Anlässlich der heutigen Vorstellung der BP-Halbjahreszahlen protestieren Greenpeace-Aktivisten vor der BP-Zentrale in Bochum und an rund 50 Londoner Tankstellen. Die Aktivisten kritisieren damit die ökologische Bilanz des Ölkonzerns: Von seinem jährlichen Umsatz von über 200 Milliarden Dollar investiert BP nicht einmal 0,5 Prozent in klimafreundliche Energien. So plant der Konzern, in den kommenden Jahren lediglich eine Milliarde Dollar in Erneuerbare Energien zu investieren - in riskante Ölförderprojekte lenkt der Konzern dagegen 19 Milliarden Dollar. 100 Tage (morgen, 28. 7. 2010) nach Beginn der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko wird immer deutlicher, dass Ölbohrungen in der Tiefsee nicht beherrschbar sind und BP nichts aus dem Desaster gelernt hat.

Keine Entwarnung am Golf von Mexiko

WWF fordert internationale Aufsicht über Ölbohrungen

HAMBURG. (Quelle: WWF) Foto: © US Coast GuardFoto: © US Coast GuardVorsichtiges Aufatmen am Golf vom Mexiko: die Versuche, das Leck am Meeresgrund abzudichten, zeigen nach fast drei Monaten einen ersten Erfolg. Offenbar ist es erstmals gelungen den Ölfluss zumindest vorübergehend zu unterbrechen. Der WWF betont, dass dennoch kein Grund zur Entwarnung bestehe. Es sei nicht sicher, ob der "Deckel" halte. Und die eigentliche Aufräumarbeit beginne erst jetzt. "Hunderttausende von Tonnen Rohöl haben die Meeresregion verseucht. Es wird mehr als ein Jahrzehnt dauern, bis sich die Natur einigermaßen von diesem Unfall erholt hat", prognostiziert Hans Ulrich Rösner vom WWF Deutschland.

Miller: Keine Versorgungssicherheit bei Atomstrom

NABU: Atomkraftwerke bei hohen Wassertemperaturen unzuverlässig

BERLIN. (Quelle: NABU) Angesichts der anhaltenden Hitze hat der NABU darauf hingewiesen, dass die Stromproduktion auf Basis von Atom und Kohle besonders anfällig für den Klimawandel ist. "Bei Strom aus Wind und Sonne stellen die Energiekonzerne immer die Versorgungssicherheit in Frage. Jetzt erleben wir, dass auch große Atom- und Kohlekraftwerke vom Wetter abhängig sind", erklärte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Wenn die Wassertemperaturen in Rhein, Neckar und Elbe weiter steigen, dürften die dortigen Atommeiler nicht weiter aufgeheiztes Kühlwasser in die Flüsse leiten. Den Kraftwerken drohe dann die Abschaltung. Denn der Gewässerschutz müsse klaren Vorrang haben vor den Profitinteressen der Kraftwerksbetreiber.

Friedensradler protestieren vor Spangdahlem

Friedenskundgebungen vor Kriegsflughafen für Frieden und erneuerbare Energien

TRIER. (Quelle: AGF) Foto: © AGFFoto: © AGFDie europäische Friedensfahrt von Paris nach Moskau machte in Trier und Spangdahlem Station. Unter dem Motto "Bikes for Peace and New Energies" setzten die rund 35 Radfahrer ein Zeichen für Völker­verständigung und erneuerbare Energien. Am Montag 12. Juli fand mit Unterstützung der regionalen Friedensbewegung ein Kundgebung vor der Airbase Spangdahlem statt.

Tschimpke: Wärmemarkt im Energiekonzept nicht vernachlässigen

NABU ruft Dialogforum „Klima- und Ressourcenschutz im Gebäudebestand“ ins Leben

BERLIN. (Quelle: NABU) Der NABU hat die Bundesregierung aufgefordert, bei den laufenden Arbeiten an ihrem Energiekonzept den Gebäudesektor nicht zu vernachlässigen. „Alle reden von Strom - wir müssen aber auch über Wärme sprechen. Denn unsere Klimaziele erreichen wir nur, wenn wir unsere Häuser dämmen und klimaschonend heizen“, erklärte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Schließlich werde fast 40 Prozent der Endenergie in Deutschland für Heizung, Kühlung und Warmwasseraufbereitung verbraucht. Die Bundesregierung müsse im Energiekonzept konkrete Maßnahmen benennen, wie der Wärmebedarf für den Gebäudebestand in den nächsten 40 Jahren mindestens halbiert werden könne. „Gerade im Wärmesektor muss das Energiekonzept der Bundesregierung vor allem ein Energiesparkonzept sein“, verlangte Tschimpke.

Absenkung der Photovoltaikstromvergütung wird Bestand haben

Ein Kommentar

BERLIN. (Quelle: CDU/CSU) Anlässlich der heutigen Sitzung der Arbeitsgruppe Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit erklären die umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marie-Luise Dött MdB, und die zuständige Berichterstatterin, Dr. Maria Flachsbarth MdB:

Die Anrufung des Vermittlungsausschusses durch den Bundesrat beim Gesetz zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, mit dem Änderungen bei der Vergütung von Strom aus Photovoltaikanlagen erfolgt, ist nicht nachvollziehbar.

Inhalt abgleichen